Vorbeugung

Vor­sicht bei der Behand­lung von erkrank­ten Tieren.

Wird bei der eige­nen Haus­katze eine Infek­tion mit Kat­zen­po­cken dia­gnos­ti­ziert, ist äußerste Vor­sicht im Umgang mit dem Tier gebo­ten. Durch eine kleine Ver­let­zung ist es bereits mög­lich, dass das Virus über die Haut in den mensch­li­chen Kör­per gerät und dort zur Infek­tion führt. Beson­ders bei der Wund­ver­sor­gung eines erkrank­ten Tie­res soll­ten immer Hand­schuhe getra­gen wer­den, auch die Rei­ni­gung der Toi­lette sollte nur unter Beach­tung von hygie­ni­schen Maß­nah­men durch­ge­führt wer­den. Die meis­ten Infek­tio­nen beim Men­schen wer­den durch den Biss eines Tie­res über­tra­gen, es ist jedoch auch mög­lich, dass die Viren über kleine Haut­ver­let­zun­gen in den Kör­per drin­gen, auch wenn diese nicht durch die Katze aus­ge­löst wurden.

Beim Kon­takt zu frei leben­den Kat­zen ist Vor­sicht geboten.

Ein erhöh­tes Infek­ti­ons­ri­siko besteht beim Umgang mit frei lau­fen­den Kat­zen, da sich diese durch den Ver­zehr von erkrank­ten Nage­tie­ren mit Kat­zen­po­cken anste­cken kön­nen. In der freien Natur bei­ßen und krat­zen Kat­zen schnel­ler, da sie sich vom Men­schen teil­weise ange­grif­fen füh­len. Fremde Kat­zen soll­ten kei­nes­falls ange­fasst wer­den, auch wenn diese zunächst freund­lich auf den Men­schen zuge­hen. Der Cha­rak­ter einer Katze kann nicht auf den ers­ten Blick ein­ge­schätzt wer­den und wäh­rend das Tier in der einen Minute noch freund­lich gesinnt ist, kann es in der nächs­ten Minute bereits zum Biss kom­men. Kam es zum Kon­takt mit einer Katze, soll­ten die Hände gründ­lich gerei­nigt wer­den, auch wenn keine sicht­bare Ver­let­zung ent­stan­den ist.

Medi­zi­ni­sches Per­so­nal muss beson­dere Vor­schrif­ten bei der Hygiene beachten.

Tier­ärzte und deren Mit­ar­bei­ter haben ein deut­lich erhöh­tes Anste­ckungs­ri­siko mit Kat­zen­po­cken, da sie im ste­ti­gen Kon­takt mit Tie­ren ste­hen. Unter­su­chun­gen und Behand­lun­gen dür­fen nur mit Hand­schu­hen aus­ge­führt wer­den, wel­che einen Biss ver­hin­dern kön­nen. Kam es trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men zu einer Ver­let­zung durch ein infi­zier­tes Tier, ist keine Pro­phy­laxe mehr mög­lich. Die betrof­fene Per­son muss abwar­ten, bis sich erste Sym­ptome zei­gen und dann den Arzt auf­su­chen. Um die Ver­brei­tung einer mög­li­chen Infek­tion zu ver­hin­dern, sollte bis zur end­gül­ti­gen Dia­gno­se­stel­lung der Kon­takt zu ande­ren Tie­ren und Men­schen weit­ge­hend ver­mie­den wer­den. Eine Über­tra­gung von Mensch zu Mensch ist sel­ten, den­noch ist Abstand zu einer infi­zier­ten Per­son wich­tig, um das Risiko der Anste­ckung auszuschließen.

Erkrankte Tiere sind in Qua­ran­täne zu halten.

Kommt es im Haus­halt zu einer Infek­tion mit Kat­zen­po­cken beim Haus­tier, sollte die­ses umge­hend von allen Mit­be­woh­nern iso­liert wer­den. Wenn noch keine Ver­let­zung erfolgt ist, beste­hen gute Chan­cen, dass noch keine Über­tra­gung des Erre­gers statt­ge­fun­den hat. Bis zur voll­stän­di­gen Hei­lung der Kat­zen­po­cken sollte das Tier nur eine Kon­takt­per­son haben, wel­che die Pflege über­nimmt. Diese Per­son muss sehr bedacht im Umgang mit dem Tier sein, um Ver­let­zun­gen und somit die Anste­ckung zu ver­mei­den. Hand­schuhe gehö­ren zur Grund­aus­rüs­tung beim Kon­takt mit kran­ken Tie­ren, emp­find­li­che Per­so­nen soll­ten zudem einen Mund­schutz tra­gen und nach der Behand­lung des Tie­res die Beklei­dung wech­seln. Auch andere Kat­zen müs­sen vom erkrank­ten Tier iso­liert wer­den, da sich der Erre­ger auch unter den Tie­ren aus­brei­ten kann. Die Infek­tion bei Kat­zen lässt sich oft­mals ver­hin­dern, wenn dem Tier die Jagd­mög­lich­kei­ten ver­sagt wer­den. Die meis­ten Erkran­kun­gen wer­den durch den Ver­zehr von kran­ken Nage­tie­ren aus­ge­löst, wel­che das ideale Beu­te­schema für Kat­zen darstellen.

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